Schule & Kindergarten

Schule und Bethaus...!

Ab 1879 wurde das Gebäude wochentags als Schule benutzt und am Sonntag als Bethaus. Lediglich eine Schiebetür, die wochentags geschlossen war, trennte den Altar vom Klassenzimmer.

Das Schulgebäude existiert heute leider nicht mehr. 

Die Schule
Schule mit Bethaus
Schule mit Bethaus (Ecke 2. Gasse - Kirchgasse)

1825
Die erste Schule

Wegen der verstärkten Zuwanderung der kinderreichen Familien aus Neuarad, musste zunächst für eine Schule gesorgt werden. Die erste Schule befand sich in einem Bauernhaus. Als Lehrer diente ein ehemaliger Unteroffizier.

Der Unterricht fand höchstwahrscheinlich im Hause Auer auf der Großgasse statt, wo später auch die Bibliothek der Kaserne und das Offizierhaus untergebracht wurden.

Die Schule blieb bis 1941 eine katholische Konfessionsschule.

Die ersten Lehrer

Der erste bekannte Lehrer der Gemeinde war ein Michael Magyary um das Jahr 1838-1840. Nachher war ein gewisser Franz Holub Lehrer (1857-1862). Sein Nachfolger wurde der sehr geschätzte Lehrer Franz Winter, der Jahrzehnte im Ort wirkte. Zum Dank hatte man ihm eine Gedenktafel am Lehrerhaus neben dem Bethaus angebracht.

1879
Schule & Bethaus - Die Magyarisierung

Im Jahre 1879 wurde das erste Schul- & Bethaus erbaut. Es war dem heiligen Franz von Assisi geweiht.

Ab 1879 wird die ungarische Sprache als Pflichtfach für alle Schulen der nationalen Minderheiten eingeführt. Es war verboten in der Schule deutsch zu sprechen. Oberhalb der Tafel war in jeder Klasse eine Anzeige angebracht, die dazu mahnte, dass es in der Schule nicht erlaubt sei, deutsch zu sprechen.

Der Unterricht Deutsch als Muttersprache hat erst in der 3. Klasse begonnen, mit 2 Unterrichtsstunden pro Woche. 

Die Instandhaltung und Gestaltung der Schule wurde in Zusammenarbeit mit dem Kirchenrat und den Eltern durchgeführt.

1900
100% Schulbesuch

Um die Jahrhundertwende gab es schon 103 schulpflichtige Kinder, welche fast zu 100 % die Schule besuchten.

1918
Nachkriegszeit

Nach dem ersten Weltkrieg, erwachte die deutsche Minderheit endlich und verlangte eine Kultur- und Schulautonomie, was ihr die neue politische Führung von Rumänien versprochen hatte, und eine Zeitlang auch eingehalten hat.

Die „Şcoala primară“ (bis zur 7. Klasse) war Pflicht und alle Fächer waren plötzlich auf Deutsch.

1945
Nachkriegszeit

Nach dem II. Weltkrieg war der Gebrauch des Deutschen im öffentlichen Leben untersagt. Erst ab 1952 wurde den nationalen Minderheiten der Gebrauch der eigenen Muttersprache im öffentlichen Leben und als Unterrichtssprache wieder erlaubt.

2004 Ehemalige Schule
2004 Ehemalige Schule

1988
Das Ende

1988 ist die Deutsche Schule in Kleinsanktnikolaus wegen fehlenden Kindern aufgelöst worden.

Das ist das Grundstück des ehemaligen Schulgebäudes. Links angrenzend, der heute noch stehende Kindergarten. Siehe Kindergarten...

Das Kreuz vor der Schule wurde abgebaut und kam wohin...? Wer kennt die Hintergründe zu diesem Kreuz?

 

 

Die Lehrer der Schule

Lehrer von - bis
Josef Weber ?
Anton Vallier ?
Jolrann Porawicki ?
Konrad Bauer ?
Magdalena Staub 1913 - 1938
Josef Kwacseck (Schulleiter) 1928 - ?
Dittinger F. ?
Josef Maus (Mezöfi) ? - 1958
Fr. P. Leska ?
Michael Bartl ?
Elisabeth Stumper (geb. Beller) 1959 - 1973
Andreas Eisele 1964 - 1967
Hedwig Pommersheim 1969 - ?
Alois Trieß 1973 - 1977
Georg Pommersheim 1971 - 1982
Fr. A. Kornacker ?
Anna Schenk ?
Der Kindergarten
Kindergarten 2004
Kindergarten 2004

Der Kindergarten

Die jungen Mütter mit kleinen Kindern trafen sich regelmäßig in einem Frauenverein, wo sie verschiedene Meinungen und Erfahrungen über Ernährung und Erziehung der Kleinen austauschten. Im Rahmen des Frauenvereins fanden auch Besprechungen im Zusammenhang mit der Notwendigkeit der Gründung eines Kindergartens in unserer kleinen Gemeinde statt.

Der Grundstein dafür wurde erst 1938-1939 gelegt. Er war im Gebäude des Gasthauses Philip und Gött untergebracht, gegenüber der Kirche. Erst nach dem II. Weltkrieg fand der Umzug in das Schulgebäude statt, wo nun zwei Schulklassen und eine Kindergartenklasse untergebracht waren.

Kindergarten 2017
Kindergarten 2017

13 Jahre später: ein leidendes Objekt welches auf den Abriss wartet.

Die Kindergärtnerinnen

Kindergärtnerinnen von - bis
Tilli Klug Ende 30er Jahre
Frau Maus (Mezöfi) Ileana Nach dem Krieg
Resineni (Hartmann) (Hilfskraft) ?
Fr. Wolf ?
Fr. Grete ?
Schreier Anna (aus Neuarad) 1976 - 1981
Schuster Heidi 1976 - 1983
Marie Hantzig (geb Porsche) (Hilfskraft)  
Anna Schenk (die letzte Kindergärtnerin)